Leidensdruck

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Die Quelle eines Leidensdrucks ist (z.B. im Kontext Sexualität) ein wichtiger Faktor für die Unterscheidung von psychischen oder körperlichen Störungen/Problemen gegenüber nicht-pathologischen bzw. unproblematischen Phänomenen wie z.B. einer ich-syntonen sexuellen Orientierung. Wird ein subjektiv erlebter Leidensdruck durch den Umstand als solchen (also unabhängig von der Umwelt) ausgelöst, so spricht man von einem primären oder auch intrinsischen Leidensdruck. Wird der Leidensdruck hingegen erst durch Wechselwirkungen mit der Umwelt bzw. bestimmte (soziale) Umstände und Erfahrungen ausgelöst, so handelt es sich um einen sekundären oder extrinsischen Leidensdruck.

Während beispielsweise bei einer sexuellen Appetenzstörung ein primärer/intrinsischer Leidensdruck unabhängig vom Verhalten anderer Menschen existiert empfinden Asexuelle mit einer ich-syntonen sexuellen Orientierung nur dann einen Leidensdruck, wenn ihr Umwelt negativ auf ihre Empfindungen reagiert (z.B. durch Anwendung von Mobbing) oder sie das Gefühl haben sich für andere "verbiegen" zu müssen bzw. sie wegen ihrem Anderssein sogar Diskriminierung erfahren und/oder wenn sie sich als alleine bzw. von der sozialen Welt ihrer Mitmenschen isoliert erleben.

Siehe auch