Geschlechtsidentitätsstörung

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Menschen mit einer Geschlechtsidentitätsstörung (diagnostische Bezeichnung im DSM-IV und ICD-10) bzw. Geschlechtsdysphorie (diagnostische Bezeichnung im DSM-V) bzw. Geschlechtsinkongruenz (diagnostische Bezeichnung im ICD-11) erleben einen inneren Widerspruch zwischen ihrem Geschlecht und ihrer Geschlechtsidentität und somit einen intrinsischen Leidensdruck bzw. eine Dysphorie. Häufig spüren sie den inneren Wunsch dem anderen Geschlecht anzugehören (das eigene biologische Geschlecht bzw. der Körper fühlen sich unpassend an) bzw. erleben einen Wunsch sich wie Menschen des anderen Geschlechts zu verhalten bzw. als solche wahrgenommen zu werden. Manche Betroffene empfinden sich auch als völlig "geschlechtslos/geschlechtsneutral" (Neutrois) und wünschen daher eine Entfernung ihrer Geschlechtsorgane oder sie fühlen sich sogar als zu beiden Geschlechtern gleichzeitig gehörig bzw. erleben den Wunsch wiederholt zwischen den Geschlechtern zu wechseln, was sich aber häufig nur auf die sozialen Geschlechtsrollen oder auf die äußerlich sichtbaren Merkmale (wie z.B. die Kleidung) und nicht auf das Geschlecht selbst bzw. die körperlichen Geschlechtsmerkmale (insbesondere die Geschlechtsorgane) bezieht (Nichtbinär). Erfolgt eine (subjektive) Angleichung des Aussehens und/oder des Verhaltens an das innere Ideal kann dadurch häufig (zumindest temporär bzw. in Abhängigkeit von den jeweils für die Dysphorie verantwortlichen auslösenden Faktoren) eine Reduktion der inneren Anspannung bzw. des Leidensdrucks erreicht werden. Je nach Intensität, Ursprung und Ausprägung des erlebten Messempfindens können sich Geschlechtsidentitätsstörungen in verschiedenen Formen äußern, z.B. als Transsexualität oder auch in Form eines Transvestitismus.

Siehe auch